Kofo Essen 10. April 2013

Queer - Was ist schon normal?

Referentinnen: Swantje Marks (Studentin) und Lena Brückmann (Gebärdensprachdolmetscherin)

An diesem Kofo hatten viele junge Menschen Interesse. Swantje und Lena referierten locker und als gut eingespieltes Team. Zuerst erklärten sie den Begriff "Queer". Seit den 1990er Jahren bezeichnen sich damit Menschen, die von der heterosexuellen Norm abweichen. Mit der Frage: "Was ist typisch Mann?" "Was ist typisch Frau?" verdeutlichen sie die gesellschaftlichen Rollenerwartungen. Der Hammer landete in der blauen Kiste, der Spiegel in der rosa Kiste. Im Laufe des Vortrags wurde klar, dass diese Erwartungen auf viele Menschen nicht passen. Es gibt viel mehr Möglichkeiten der Sexualität (ebenso wie es auch asexuelles Verhalten gibt). Die Referentinnen erklärten unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Intersexualität. Für diejenigen, die aus der "Norm" fallen, ist es schwierig, ihre sexuelle Identität zu finden und zu leben.

In der anschließenden Diskussion gab es viele Fragen, z.B. zur rechtlichen Situation bei Geschlechtsänderungen. Ein Teilnehmer meinte auch, dass die Gesellschaft sich öffnet. Z.B. in der Mode gibt es immer weniger geschlechts"typische" Normen.

Vielleicht wäre es für ein solches Thema besser, einen lockeren, offenen Rahmen zu schaffen: ohne Bühne, mit direktem Kontakt zum Publikum. Wie man das barrierefrei realisieren kann, müssen wir für zukünftige Veranstaltungen überlegen.

Moderation:
Katrin Müller

Gebärdensprachdolmetschen:
Magdalena Meisen, Sandra Wolfien (Skarabee)

Schriftdolmetschen:
Cornelia Krajewski, Sabine Schlüß

Fotos:
Ingo Langner (igraphics)