Kofo Essen 13. März 2013

Taube Gebärdensprachdolmetscher - Was sind die Voraussetzungen? Wo werden sie eingesetzt? Wie arbeiten sie?

Referent: Ege Karar (Sozialpädagoge und TGSD, Aachen)

Ein interessiertes Publikum hat sich zu unserem ersten Kofo in diesem Jahr eingefunden. Es gab offensichtlich sehr viel Aufklärungsbedarf. Viele konnten sich vor der Veranstaltung nicht vorstellen, was genau die Aufgaben und Einsatzbereiche eines tauben Gebärdensprachdolmetschers sind.
Ege Karar schaffte es, mit einem klar strukturierten und gut verständlichen Vortrag diese Informationslücken zu füllen. Es gelang ihm auch, durch Praxisbeispiele den Vortrag lebendig und anschaulich zu gestalten: Freiwillige aus dem Publikum probten mit viel Lacherfolg ihren Einsatz als „Feeder“ und Videobeispiele zeigten den Dolmetschereinsatz im Ausland. Zum Abschluss ging der Referent auf bestehende Probleme und Herausforderungen ein, z.B. die Anerkennung durch Kostenträger. Die anschließende Diskussion war sehr lebhaft und vertiefte die Informationen.

Eine kurze Vorstellung des Referenten und Links zu interessanten Videos zum Thema sind hier nachzulesen.

Ege empfahl auch zwei Artikel von Patrick Boudreault (über die Geschichte der Professionalisierung und die Arbeit von gl Gebärdensprachdolmetschern) veröffentlicht in DAS ZEICHEN 2010:

Gehörlose Dolmetscher in Kanada, Teil 1 und Teil 2

Moderation:
Katrin Müller

Gebärdensprachdolmetschen:
Magdalena Meisen, Sandra Wolfien (Skarabee)

Schriftdolmetschen:
Cornelia Krajewski, Sabine Schlüß

Fotos:
Frank Brüggemann